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Tragwerksplanung für die Demontage eines Koksgasometers

Bei der Festlegung des Demontageverfahrens war die Standsicherheit des durch Brand ausgeglühten Gasometers zu berücksichtigen. Der Betrieb von Gasleitungen (Ø 2,5m), die unmittelbar am Gasometer oberirdisch verlegt waren, musste aufrechterhalten werden.
Das Kuppeldach wurde abgetrennt und diente als Behälteraussteifung und Arbeitsbühne. Zu diesem Zweck wurde das 150t schwere Dach mit 70t Profilstahl verstärkt und mit hydraulischen Hebezeugen an den 38 Mantelstützen aufgehängt. Für die Demontage des Mantels wurde das Dach in 66 Schritten von
1,5m abgesenkt.
Der nach jedem Schritt überstehende Mantelring von 1,5m wurde in transportfähige Teile zerschnitten und mit vier auf dem Dach installierten Spezialkränen im Innenraum des Gasometers abgelassen. Die Verwendung des Daches als Aussteifung für den Mantel gewährleistete die Standsicherheit in jeder Demontagephase. Das Ablassen der Mantelbleche im Innenraum verhinderte eine Gefährdung der Gasleitung.

Bauherr: Borsig GmbH
Standort: Salzgitter
Jahr: 1974

Technische Daten

Höhe: 110m
Durchmesser: 61m
Gewicht: 2.800t


Inneraum - Blick nach Oben


Zentralbolzen

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aktualisiert am 3 Juni, 2003